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27. Jnauar 2014 // 12 Uhr Lindenstrasse

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VVN-BdA protestiert gegen offizielles Gedenken


Pressemitteilung des Vereines der Verfolgten des Naziregmies - Bund der Antifaschist_innen
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VVN-BdA protestiert gegen geplante Strung des Holocaustgedenktages

Seit mehreren Jahren fhrt die Stadt Potsdam in der Gedenksttte Lindenstrae ausgerechnet am Holocaustgedenktag eine Gedenkveranstaltung durch. Mehrfach haben Opferverbnde des NS-Regimes gegen diese Instrumentalisierung der Verfolgten des Naziregimes protestiert und darauf hingewiesen, dass in der Lindenstrae ein wrdiger Gedenkort fehlt, der von den berlebenden Opfern des NS-Terrors akzeptiert wird.

Die im Gefngnishof stehende Plastik Das Opfer umfasst alle in der Lindenstrae im 20. Jahrhundert Verfolgten. Eine derart pauschale Gleichsetzung wird von den NS-Verfolgten abgelehnt. Fr sie erscheint es unzumutbar, sich einen Gedenkort mit den nach 1945 in der Lindenstrae Inhaftierten zu teilen. Nach den Erfahrungen mit anderen Gedenkorten gehen sie davon aus, dass nach Kriegsende in der Lindenstrae vor allem Funktionre und Untersttzerinnen des Naziregimes eingesperrt wurden.

Inzwischen haben sich diese Befrchtungen erhrtet. Der Potsdamer Ortsgruppe der VVN-BdA liegt eine Liste von Hftlingen vor, die am 14.05.1946 unter Mitwirkung des DRK aus der Lindenstrae in NKWD-Sonderlager transportiert wurden. Die Liste enthlt neben den Personaldaten auch Angaben dazu, mit welchen Tatvorwrfen der sowjetische Geheimdienst die Inhaftierung rechtfertigt.

Am 14.01. hat die VVN-BdA die Liste und die bersetzung eines vereidigten bersetzers an den Oberbrgermeister und die Gedenkstttenleitung geschickt und darum gebeten, die Gedenkveranstaltung am 27.01. nicht an diesem Ort durchzufhren.

Trotz unserer Bitte um kurzfristige Antwort haben wir bislang keine Antwort erhalten.
Auf telefonische Rckfrage teilte uns das OB-Bro mit, dass die Gedenkveranstaltung wie geplant stattfinden soll.

Die VVN-BdA bewertet diese Entscheidung als respektlos und anmaend. Selbst wenn dem Oberbrgermeister persnlich das Verstndnis dafr fehlt, dass NS-Opfer keinen gemeinsamen Gedenkort mit NS-Ttern akzeptieren, sollte er zumindest aus menschlichem Anstand in der Lage sein, der ausdrcklichen Bitte nachzukommen, einen anderen Veranstaltungsort zu whlen.

Eine Gedenkveranstaltung, die auf die Teilnahme von Zeitzeugen verzichtet und lieber Proteste von Opfern des NS-Regimes in Kauf nimmt, als einen anderen Gedenkort zu whlen, trgt nicht zur Entwicklung einer akzeptablen Gedenkkultur in Potsdam bei. Die VVN-BdA bewertet die Veranstaltung in der Lindenstrae als ffentliche Bekundung der Missachtung der Opfer des Naziregimes und als Strung des Gedenkens an diesem Tage. Daher wird die Stadt Potsdam mit unseren Protesten rechnen mssen.



Lutz Boede
VVN-BdA Potsdam



27. Januar 2014 // Jahrestag der Auschwitz- Befreiung

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Vergessen ist die Erlaubnis zur Wiederholung




Am 27. Januar 2014 jhrt sich der Jahrestag der Auschwitzbefreiung zum 69. Mal. Zum 69. Mal werden von unterschiedlichen Vereinigungen Gedenkveranstaltungen durchgefhrt.
Das Gedenken soll die Erinnerung an die Opfer wach halten und die Bezwinger des Nationalsozialismus ehren. Vor allem aber soll durch das Wachhalten der Erinnerung an die einmaligen Verbrechen der Deutschen eine Wiederholung verhindert werden, denn das Vergessen ist die Erlaubnis zur Wiederholung.

An die deutschen Verbrechen zu erinnern, aus der Geschichte gelernt zu haben, dazu beizutragen, dass nichts hnliches mehr sich wiederhole, ja gar ein Beispiel zu sein fr andere Lnder, wie man mit "schwieriger Geschichte "umzugehen habe, das beansprucht die staatliche und offizielle Erinnerungspolitik Deutschlands mit ihren Denkmalseinweihungen, Ausstellungen und Gedenkfeiern auch fr sich.

Doch was ist dieses Gedenken wert in einem Land das 69 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz weiterhin versucht die Entschdigung von Opfern auf internationaler Ebene zu verhindern, whrend es ber seine eigenen Grenzen hinaus Renten fr die mrderischen Dienste der Tter zahlt? Was ist Gedenken wert in einem Land, welches heute mehr denn je an der Gleichsetzung von Nationalsozialismus und Kommunismus arbeitet und Gedenksttten umfunktioniert, um sich von seiner Schuld rein zu waschen und sich als Opfer zu stilisieren?

Es ist nicht viel wert in einer Stadt wie Potsdam, wenn die Stadtoberen sich wiederholt ber die Proteste von NS - Opferverbnden hinweg setzen und am Shoahgedenktag eine Veranstaltung an einem Ort abhlt an dem auch NS- Kriegsverbrechern gedacht wird - der Gedenksttte Lindenstrasse. Dass diese Gleichsetzung durchaus gewollt ist zeigt sowohl die Gedenkpolitik in der Lindenstrae als auch die gesamte deutsche Gedenkkultur bei genauerer Betrachtung recht eindrucksvoll. Da wird nur noch von den zwei Diktaturen gesprochen unter denen die Deutschen gelitten htten und ausser Acht gelassen, dass die Deutschen zum Groteil wenn nicht Tter_innen dann zumindestens Nutzniesser_innen des Nationalsozialismus waren. Wer also nur noch vom universellen Leid spricht, das ja schlielich alle Menschenerlitten htten, entpolitisiert das Gedenken vollkommen bzw. versucht es zu missbrauchen um Deutschland von der Schuld rein zu waschen. Wer in dieser Form gedenkt, muss auch mit Protest rechnen.

Um 12 Uhr Gedenken der Stadt Potsdam in der Lindenstrae 54 (achtet auf Ankndigungen)

Wir rufen um 18 Uhr zu einem wrdigen und antifaschistischen Gedenken am Denkmal der Opfer des europischen Faschismus am Platz der Einheit auf. Anschlieend gehen wir gemeinsam zum Mahnmal fr die in den letzten Kriegstagen im Raum Potsdam gefallenen Sowjetsoldat_innen am Bassinplatz.

REMEMBERING MEANS FIGHTING

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