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Donnerstag 19.6. // 18.00 Uhr // Thalia

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Film Mietrebellen + Diskusionsveranstaltung


In den letzten Jahren hat sich unsere Nachbarstadt Berlin rasant verndert. Arbeiterbezirken wurden Szenekieze und schlielich teure Innenstadtquartiere. Galt Wohnraum lngere Zeit als unattraktive Geldanlage, gibt es derzeit einen Run auf Immobilien um dort das Geld anzulegen, dass anderswo nicht mehr profitabel verwertet werden kann. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bisher unbekanntem Ausma sind so alltglich geworden. Dagegen gibt es Mieterproteste in verschiedenster Form als Reaktion auf die zunehmend mangelhafte Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum.

Der Film Mietrebellen von Gertrud Schulte Westenberg und Matthias Coers ist ein Kaleidoskop der Mieterkmpfe in Berlin gegen die Verdrngung aus den nachbarschaftlichen Lebenszusammenhngen. Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsrumungen und der Kampf von Rentnern um ihre altersgerechten Wohnungen und eine Freizeitsttte sind Teil der portrtierten urbanen Protestbewegung.

In der Zeit als der Film Mietrebellen entstand, gab es auch in Potsdam Aktionen und Demos gegen Wohnungsnot und Mietsteigerungen. Ausgehend von Pachterhhungen fr alternative Projekte und einer Hausbesetzung in der Stiftstrae entwickelte sich fr kurze Zeit eine Ebene auf der die in verschiedenster Art von Wohnungsproblemen betroffenen Menschen in dieser Stadt, ob Gentrifizierungsopfer aus P-West, Hartz4-EmpfngerInnen vom Schlaatz, Leute die von Kirsch und Drechsler vertrieben werden sollte, Menschen, deren Wohnungen die ProPotsam privatisieren wollte und will... zusammenkamen, im Gesprch und auf der Strae. Bald schon fokussierte sich die Bewegung auf Forderungen an Stadt und die ProPotsdam, auf Forderungen also, die mit politischen Mitteln durchgesetzt werden knnen, der Kampf mit den privaten Investoren fiel demgegenber ein bischen hinten runter.
Die Stadt reagierte mit Brotkrumen und dem Versuch die Proteste totzuquatschen. Im Moment herrscht etwas Ruhe, doch die Probleme bestehen weiterhin.

Gemeinsam mit VertreterInnen verschiedener Potsdamer MieterInnen-Initiativen wollen wir schauen, wie sieht die Bewegung in Potsdam aus, wo stehen wir gerade und was geht vielleicht in Zukunft.

Wir zeigen den Film Mietrebellen am 19.6., 18.00 im Thalia-Kino in Babelsberg. Danach findet eine Diskussionsveranstaltung mit Leuten aus Potsdamer MieterInneninitiativen zum Stand der Dinge statt.

www.rechtaufstadt-potsdam.de/


Veranstaltung am 14./15. Juni Campus Griebnitzsee

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Kein Antisemitismus, nirgends? ber Facetten und Trends eines bestndigen Gefhls in der EU



Uni Potsdam Campus Griebnitzsee, Haus 6, Raum H02

Samstag/Sonntag, 14./15. Juni 2014


Die Veranstaltung auf Facebook: https://www.facebook.com/events/700225286686375/


Die Anzahl und die Qualitt antisemitischer Vorflle in Europa hat innerhalb der letzten Jahre ein erschreckendes Ausma angenommen. In einer Studie, welche die Europische Union 2013 in Belgien, Deutschland, Frankreich, Ungarn, Italien, Lettland, Schweden und Grobritannien durchfhrte, gaben 76% der befragten Jdinnen und Juden an, Antisemitismus sei in ihren Heimatlndern deutlich sprbarer geworden. 21% der Befragten hatten in den zwlf Monaten vor der Erhebung antisemitische Vorflle wie Beschimpfung, Belstigung oder krperliche Angriffe erlebt.

Nicht nur der Aufstieg von rechtsextremen Parteien wie der Chrysi Avgi in Griechenland oder der Jobbik in Ungarn sind Indikatoren fr diese Entwicklung. Antisemitisches Gedankengut ist auch in der Mitte der Gesellschaft verankert. Dem Antisemitismusbericht zufolge, der vom deutschen Innenministerium in Auftrag gegeben wurde, uert jeder fnfte Deutsche antisemitisches Gedankengut. Gleichzeitig gibt es in Europa eine breite Zustimmung zu Positionen, die aktiv zur Delegitimierung und Dmonisierung Israels beitragen.

Diese feindliche Stimmung bildet den Hintergrund der verstrkt gefhrten Auswanderungsdebatte europischer Juden. Alleine 2013 wanderten so mehr als 3.200 franzsische Juden nach Israel aus mehr als doppelt so viele wie noch im Jahr zuvor. Aber auch in Deutschland habe der EU-Agentur fr Grundrechte zufolge jeder vierte Jude bereits an eine Auswanderung gedacht.

Wie kann die Zukunft des europischen Judentums aussehen? Am 14. und 15.06. veranstaltet die Hochschulgruppe Students For Peace In The Middle East Potsdam am Campus Griebnitzsee eine Konferenz, in der die verschiedenen Aspekte des Antisemitismus, das Verhltnis der EU zu Israel und die Zukunft des europischen Judentums untersucht und diskutiert werden sollen.

Programm:

Samstag 14. 6. 2014
17-19 Uhr: Zum Begriff des Antisemitismus
Dr. Gideon Botsch Dr. Olaf Glckner Klaus Faber

Sonntag 15. 6. 2014
11-13 Uhr: Die Europische Union und Israel
Alex Feuerherdt Jrg Rensmann

14-16 Uhr: Antisemitische Bewegungen in der Europischen Union
Dr. Stephan Grigat

17-19 Uhr: Die Zukunft des europischen Judentums
Gabriel Goldberg Anetta Kahane Wolfgang Seibert Nirit Bialer





Presse
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