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News
6. Mai 2006

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Das Schweigen durchbrechen


Aktionstag zur Erinnerung an die Opfer des Massakers in SantAnna di Stazzema (Toskana/Italien)


Initiativen gegen das Vergessen demonstrieren am 6. Mai bundesweit in neun Stdten in der Nachbarschaft von verurteilten NS-Kriegsverbrechern. Diese leben seit Kriegsende unbehelligt unter uns. Das Militrgericht La Spezia verurteilte am 22. Juni 2005 zehn ehemalige SS-Angehrige in Abwesenheit wegen vorstzlichen Mordes, begangen mit besonderer Grausamkeit, zu lebenslanger Haft. Verurteilt wurde u.a. Karl Gropler welcher heute noch in Wollin wohnt. Fr die Tter bleibt dieses Urteil bisher jedoch ohne Konsequenzen. Nach dem Grundgesetz der BRD genieen sie Auslieferungs-schutz und bleiben trotz der Verurteilung in Deutschland unbehelligt. Die Mrder waren Angehrige der 16. SS-Panzergrenadierdivision Reichsfhrer SS. Diese fiel in den Morgenstunden des 12. August 1944 mit 300 Mann unter dem Vorwand der Partisanenbekmpfung in das Bergdorf SantAnna ein und ttete innerhalb vier Stunden 560 Menschen. Diesem Kriegsverbrechen fielen 90 Prozent der Dorfbewohner zum Opfer. Sie wurden erschossen, erschlagen od r verbrannt.
Whrend der Prozess in Italien von einer groen ffentlichkeit begleitet wurde, herrscht in Deutschland bisher Stillschweigen. Die Kriegsverbrecher wissen sich hierzulande in Sicher-heit. Wir wollen das Schweigen durchbrechen und demonstrieren am 6. Mai 2006 deswegen in der unmittelbaren Nachbarschaft der verurteilten SS-Kriegsverbrecher.

kompletter Aufruf

Das Schweigen durchbrechen - die Tter haben Namen und Adressen!
Statt Renten fr Kriegsverbrecher Entschdigung der Opfer!


+ 2. Mai - Infoveranstaltung - 19 Uhr - Black Fleck (Zeppelinstr. 26)
+ 6. Mai - Kundegebung - 14 Uhr - Wollin
[Vortreffpunkt: Autobahnabfahrt Wollin (Nr.77) an der A2 beim Burgerking]


21.04.06

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Pressemitteilung des ak_antifa potsdam


Nach dem rassistisch motivierten Mordversuch an dem schwarzen Deutschen Ermyas, wurden nun gestern zwei der mutmalichen Tter festgenommen. Politiker und Politikerinnen berschlagen sich mittlerweile in Erleichterungsuerungen darber, dass die Tter angeblich keine Rechtsextremisten seien. Dies entspricht unserem aktuellen Erkenntnisstand zufolge allerdings nicht den Tatsachen. Einer der mutmalichen Tter ist Thomas Michaelis. Dieser ist in Potsdam vor allem dadurch bekannt, dass er zusammen mit Marcus Schiller und anderen gewaltbereiten Neonazis Menschen einschchtert, bedroht und eben auch uert gewaltttig berfllt. Passieren tut dies dann u.a. bei den verschiedensten in den letzten Jahren gelaufenen Gerichtsprozessen gegen Neonazis wie z.B. beim sogenannten "Tram-Prozess" oder dem "Chamleon-Prozess". Des weiteren auf verschiedensten offiziellen Festen in der Stadt Potsdam, im letzten Jahr wren das die Babelsberger Livenacht, oder das Stadtwerkefestival, sowie die Biermeile ebenfalls in Babelsberg.

Es kann also nicht im geringsten davon gesprochen werden, dass die Tter keine Neonazis oder Rechtsextremisten seien, diese Tat ist keine unpolitische. Und im Gegensatz zu dem was Herrn Schnbohm unqualifizierterweise hat verlauten lassen gibt es sehr wohl eine festgefgte rechtsextreme Szene in Potsdam. Es gibt kein einhaltliches Label unter dem sich all die verschiedenen Spektren der Neonazis sammeln und vereinen wrden, aber ein gemeinsames Auftreten, sowie Absprachen sind sehr wohl beobachtbar. Allein in Potsdam kam es in den letzten Monaten zu ber 20 rechtsextremen bergriffen, und so lsst sich feststellen, dass diese Tat eben nicht die eines verrckten Einzeltters ist. Sie entspringt einem gewissen Klima, einem Klima geprngt von Alltagsrassismus, von Residenzpflicht und von Abschiebungen. Einem Klima das geprngt ist von dem Bild auf Kosten "der Deutschen" lebenden Migranten. Und so kann sich auch heute noch ein rechtsextremer Gewalttter sehr wohl so fhlen als wre er der Vollstrecker eines geheimen Volkswillens.
Und daran ndert sich auch nicht durch Image-Kampagnen wie die namens "Wir sind Brandenburg". Es ist schlichtweg falsch gewaltttigen Neonazis dadurch die Stirn bieten zu wollen, dass man sich als noch patriotischer und noch brandenburgischer usw. darstellt. Genauso falsch ist es stetig davon zu reden wie ungeheuer gro die wirtschaftlichen Schden seien, die durch diese Tat u.U. angerichtet werden. Dies sollte keine Rolle spielen, nicht die geringste. Auch ohne diesen Schaden, ohne die anstehende WM und ohne Hotelstornierungen sind diese Taten nicht lnger hinnehmbar. Es geht darum Rassismus und Faschismus dauerhaft zu thematisieren und zu bekmpfen. Und zwar auf allen Ebenen und mit allen Mitteln die erfolgsversprechend wirken. Nicht wegen eines erlittenen Imageschadens, sondern wegen der menschenverachtenden Ausrichtung dieser Ideologie, die in den letzten 16 jahren schon ber 100 Menschen das Leben gekostet hat.


Presse
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