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Gegen rechte Strukturen und kollektive Verdrngung

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Hoyerswerda - 15 Jahre spter


Im Jahr 1991 kam es in Hoyerswerda, einer Stadt im Osten Sachsens, zu den ersten rassistischen Pogromen der Nachkriegszeit. Durch die Wiedervereinigung und den entfesselten Nationalismus im gesamten Land waren gewaltttige bergriffe an der Tagesordnung.

Es ist frher Dienstagnachmittag, der 17. September, zirka 15 vermummte Gestalten strmen auf den Wochenmarkt in Hoyerswerda und fangen an, auf Menschen vietnamesischer Herkunft einzuschlagen. Sie jagen sie bis in das Vertragsarbeiter_innen-Heim in die Schweitzer Strae. Die gerufene Polizei greift nicht ein. Die Neonazis beginnen daraufhin das Heim anzugreifen, die Polizei, welche nun doch handeln will, wird massiv von den Brger_innen behindert. Erst als nach 2 Stunden gelingt es ihr unter Hilfestellung eines Spezialkommandos, den Neonazi-Angriff auf das Heim abzuwehren. Gegen 21 Uhr beruhigt sich die Lage.

Am Mittwoch sammeln sich zirka 100 Personen vor dem Vertragsarbeiter_innen-Heim und rufen rassistische Parolen. Bis zum Abend ist die Menge auf 250 Personen angewachsen. Es kommt zu Schlgereien zwischen Heimbewohner_innen und den Neonazis.

Ab Freitag greifen die Angriffe auch auf das Asylbewerber_innen-Heim in der Mntzerstrae ber. Es treffen immer mehr Neonazis aus ganz Deutschland ein und greifen mit Untersttzung der Brger_innen die beiden Heime, sowie die Polizei an. Es werden Feuerwerkskrper, Steine und Molotowcocktails gegen die Fassade, gegen die Bewohner_innen und Beamten eingesetzt. Es kommt zu ersten Schwerverletzten auf allen Seiten. Die Polizei nimmt eine Vielzahl von gewaltttigen Nazis fest. Bilder des wtenden Volksmobs gehen durch die Medien. Viele Anwohner_innen untersttzen die Neonazis, besorgen Benzin und Flaschen, sorgen fr Deckung und wehren die Polizei ab.

Wenige Brger_innen versuchen die Lage zu beruhigen und sich fr die Heimbewohner_innen einzusetzen. Am Sonntag, den 29. September 1991 findet eine Antifa-Demo durch Hoyerswerda statt. 4000 Antifaschist_innen ziehen durch die Stadt, um auf die Pogrome aufmerksam zu machen und aktiven Gegendruck zu erzeugen. Wieder eskaliert die Lage und die Polizei setzt Wasserwerfer und Trnengas gegen die Antifas ein.

Am Sonntag kommt es zur schrittweisen Evakuierung der Migrant_innen-Heime in Hoyerswerda. Der rassistische Mob hat gesiegt.

15 Jahre nach diesen Ereignissen ist es um so wichtiger daran zu erinnern, zu mahnen und aktiven Protest in die Region zu bringen. Noch heute nimmt Hoyerswerda keine Asylbewerber_innen mehr auf und rassistische Hetze ist an der Tagesordnung.

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Report Release Party

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am 24.6. im Studentischen Kulturzentrum [Kuze] (Hermann-Elfleinstr. 10)


~ ab 16 Uhr Programm "Antifa-Kirmes"
Mit einer bunten Mischung an Stnden. Vom zu Fall bringen von Schnbohm ber das Drehen an der "Gewaltspirale" mit anschlieender Gewinnausschttung [alles was das antifaschistisch schlagende Herz begehrt] bis zu einem "Pimp my Verfassungsschutzbericht"-Stand soll dabei die ganze Palette abgedeckt werden. Fr das leibliche Wohl wird natrlich ebenfalls bestens gesorgt werden. Thematisch soll der ganze Spass verfeinert werden durch die Verkndung bisheriger Prognosen des VS, die dann der Realitt gegenbergestellt werden. Desweiteren wird es einen kleinen berraschungsvideoschmakerl geben. Passenderweise soll es auch einen "look like an agent"-contest geben, bei dem die allseits beliebten und gefragten "Gewaltspirale"-Shirts als Gewinn locken.
Fr einen feurigen bergang zum Konzert werden dann Raki mit einer Show gespickt mit flames +beats +masquerade sorgen.

~ ab 20 Uhr Konzert

~ ab 23 Uhr Party
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